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Die politische Woche

Montag:

U-Ausschuss zu Spionage- und Spitzelvorwürfen startet mit ersten ZeugInnenbefragungen.

Dienstag:

Präsentation der OECD-Bildungsstudie.

Im Brennpunkt

Empörung über teures ÖIAG-Inserat in der „Presse“

ÖIAG-Chef Peter Michaelis sorgte am Wochenende einmal mehr für Entrüstung. In der Tageszeitung „Die Presse“ wurden zwei von der ÖIAG bezahlte Sonderseiten zum Preis von rund 48.000 Euro geschalten. Bis auf den unscheinbaren Hinweis „Diese Seiten erscheinen mit finanzieller Unterstützung der ÖIAG und sind in redaktioneller Unabhängigkeit gestaltet“, ist das Inserat nicht als solches zu erkennen. Kernstück ist ein Interview mit Michaelis, in dem er sich und seine „erreichten Ziele“ feiert und vorschlägt, ÖBB und ASFINAG unter das Dach einer „ÖIAG neu“ zu stellen.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter ist empört über die von Michaelis verursachten Kosten. Die ÖIAG sei zu teuer und müsse aufgelöst werden. Kräuter fordert Finanzminister Josef Pröll auf, einer Auflösung der Staatsholding zuzustimmen. 
SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder, der zurzeit an einem Gesetz zur Auflösung der ÖIAG arbeitet, äußerte treffend:
„Dieses Inserat war der Paukenschlag zur Abschiedssymphonie.“

SPÖ auf YouTube

Die zentralen Anliegen der SPÖ

Bundeskanzler Werner Faymann erläutert, dass Österreich europaweit die zweitniedrigste Arbeitslosenrate hat – diese Position soll nicht nur verteidigt, sondern verbessert werden. Denn die SPÖ war immer und wird es immer sein: Auf Seiten der ArbeitnehmerInnen! Sozialminister Rudolf Hundstorfer legt dar, welche Qualifizierungsmaßnahmen laufen, um ArbeitnehmerInnen neu vermitteln zu können und Staatssekretär Andreas Schieder erklärt die Position der SPÖ zu Manager-Boni.

 

Thema der Woche

Schulstart: Neue Mittelschule startet ins zweite Jahr

Für 480.000 Kinder in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland beginnt heute das neue Schuljahr. Dank der Reformen von Bildungsministerin Claudia Schmied bringt das neue Schuljahr zahlreiche Verbesserungen: Die Klassen werden weiter verkleinert, Sprachförderung und Tagesbetreuung werden ausgebaut. Und auch das Erfolgsprojekt Neue Mittelschule (NMS) geht weiter. Österreichweit gibt es die NMS jetzt an 244 Standorten – das garantiert für bestmögliche Förderung unserer Kinder. Von diesen "Leuchttürmen der Bildungsinnovation" profitieren jetzt rund 20.000 Kinder, wie Schmied bei einer Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung der Neuen Mittelschule in der Wiener Kandlgasse beton te.

Zitate

Schmied: Bildungsinnovationen schreiten voran

"Claudia Schmied ist nicht zu stoppen, die Bildungsinnovation schreitet voran."

(Bildungsministerin Claudia Schmied, APA, 7.9.)

Schmied: ÖVP-Vorwürfe sind übelste Politpropaganda

"Die Vorwürfe, die in den letzten Tagen in einer Massivität vor allem auch seitens der ÖVP gespielt werden, entbehren jeder Grundlage und sind in meiner Wahrnehmung Teil einer üblen politischen Propaganda."

(Bildungsministerin Claudia Schmied, Ö1-"Mittagsjournal", 7.9.)

Schieder fordert Besteuerung von Aktiengewinnen

"Es ist ungerecht, dass man für sein Sparbuch Steuern zahlt, Gewinne aus Aktien aber nach der Spekulationsfrist von einem Jahr steuerfrei sind. Die Spekulationsfrist gehört abgeschafft und Aktiengewinne besteuert."

(Finanzstaatssekretär Andreas Schieder, profil, 7.9.)

Termine

Prominente rodeln für die Umwelt

Die Naturfreunde Jugend Wien organisiert am 11. September 2009 die erste Sommerrodel-WM. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Sport kämpfen im Zeitfahren für die finanzielle Unterstützung eines eigenen Umweltprojekts. In den acht Teams treten unter anderem SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas, Fußball-Legende Michi Konsel und die amtierende Miss Austria Anna Hammel an. Die beiden „Sportskanonen“ Adi und Edi sorgen dafür, dass kein Fahrfehler unkommentiert bleibt. Gewonnen hat jenes Team das in Summe die kleinste Differenz zum Vorläufer aufweist. Das heißt, nicht die schnellsten, sondern die konstantesten FahrerInnen werden gewinnen.
Live DJane, gratis rodeln, Grillerei, Kletterturm, coole Moderation und vieles mehr gibt es ab 14.00 Uhr auf der Hohe Wand Wiese.
Alle Details zur Veranstaltung finden sich unter: www.rodelwm.at.

Preisverleihung: Bruno-Keisky-Peis für das politische Buch

Der Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch wird auch heuer wieder in festlichem Rahmen verliehen. Die Begrüßung und Einleitung erfolgt durch Rudolf Scholten (Präsident des Bruno-Kreisky-Forums für internationalen Dialog), sowie Alfred Gusenbauer in seiner Funktion als Präsident des Dr.-Karl-Renner-Instituts, die Laudatio werden Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann, sowie der Jury-Vorsitzende MEP Hannes Swoboda halten. Anschließend wird es Reden der PreisträgerInnen geben.

Der Sonderpreis für das publizistische Gesamtwerk ging an Alexander Kluge und Oskar Negt, die Anerkennungspreise gingen an Erika Thurner und Alexandra Weiss für die Herausgabe der Innsbrucker Vorlesungen Johanna Dohnals "Johanna Dohnal - Innensichten österreichischer Frauenpolitiken", sowie an Evelyn Steinthaler für die Herausgabe des Buches  "Frauen 1938. Verfolgte - Widerständige – Mitläuferinnen" und Bernhard Kuschey für das Buch "Die Wodaks – Exil und Rückkehr", eine Doppelbiografie.

Freitag, 18. September 2009, 19:00 im Bruno-Kreisky-Forum für internationalen Dialog, Armbrustergasse 15, 1190 Wien; um schriftliche Anmeldung wird gebeten: Renner-Institut, Khleslplatz 12, 1120 Wien, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst .

Kurz gemeldet

G20 einigen sich auf Manager-Boni

Im Zuge des G20-Gipfels in London einigten sich die Finanzminister und Notenbankchefs auf strengere Kriterien für Manager-Gehälter. Demnach sollen Bonuszahlungen nicht mehr jährlich erfolgen, sondern – wie auch von Bundeskanzler Werner Faymann gefordert – an den nachhaltigen Unternehmenserfolg gebunden sein. Einigkeit über die Deckelung von Manager-Gehältern konnte aufgrund des Widerstandes der USA und Großbritanniens leider nicht erreicht werden. Überdies sollen Banken mit strengeren Eigenkapitalvorschriften von hochriskanten Finanzspekulationen abgehalten werden.

Web Tipps

Einspruchsmöglichkeit gegen Ausbau von Mochovce nutzen

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, ruft Politik und Bevölkerung dazu auf, die Einspruchsmöglichkeit gegen den Ausbau des AKW Mochovce zu nutzen.  Vom 7. September bis 6. Oktober haben alle Österreicherinnen und Österreicher die Möglichkeit, ihre Bedenken gegen den Ausbau des slowakischen AKW Mochovce über http://www.wien.gv.at/umwelt/natuerlich/mochovce.html  kundzutun und ihre Einspruchsmöglichkeit im Rahmen des grenzüberschreitenden UVP-Verfahrens zu nutzen.

Zahlen, Daten, Fakten

IFES-Umfrage zeigt: Neue Mittelschule gute Sache

Eine aktuelle IFES-Umfrage zeigt, dass das Erfolgsprojekt Neue Mittelschule auf breite Akzeptanz stößt: 57 Prozent der ÖsterreicherInnen halten die Neue Mittelschule  für eine "gute Sache". Und mehr als jeder Zweite (57 Prozent) spricht sich laut Umfrage für einen weiteren Ausbau der Neuen Mittelschule aus. 

Europa

Neue Außenpolitik und gemeinsamer Außenminister für die EU?

Durch den Vertrag von Lissabon können konkrete Schritte zur Ausgestaltung der neuen gemeinsamen EU-Außenpolitik gesetzt und ermöglicht werden, sofern dieser am 1. Jänner 2010 in Kraft tritt. Es soll erreicht werden, dass die Rolle der EU als ehrliche Maklerin zur Durchsetzung von Frieden und Sicherheit (als Partnerin der UNO und anderer multilateraler Organisationen) ausgebaut wird. Es sollen auch die internen Politiken Wirtschaft, Klimawandel oder Migrationsfragen gebündelt werden. Besonderes Augenmerk liegt nämlich darauf, für Stabilität und Wohlstand in der EU-Nachbarschaft zu sorgen.

Afghanistan-Bombardement bringt Merkel unter Druck

Die deutsche Bundeswehr hat bei ihrem Bombenangriff in Afghanistan nachweislich zahlreiche ZivilistInnen getötet. Kurz vor der heißen Phase des Wahlkampfes erhält damit die Kritik am Einsatz der Bundeswehr neue Nahrung.

Pressestimmen

Zu Bandion-Ortner: Extrawürste kommen nie gut an

"Wenngleich man ihr mangelnde politische Erfahrung zugute halten muss, die sie auch auszeichnen kann, muss man von einer g'standenen Juristin und taffen Frau die Voraussicht erwarten können: Extrawürste für die Mächtigen kommen nie gut an."

(Ricardo Peyerl, "Kurier", 7.9.)

"Die Ministerin und die Busspur"

"Die Ministerin mit dem höchsten Fettnäpfchen-Faktor war vorige Woche zweifelsohne Justizministerin Bandion-Ortner."

(Ohne Protokoll, ""SN", 7.9.)

ÖVP, FPÖ, BZÖ, die Grünen, Liste Fritz,...

Bandion-Ortner auf der Überholspur

Justizministerin Claudia Bandion-Ortner kann es nicht schnell genug gehen. Sie beantragte eine Sondergenehmigung, die es ihr ermöglichen sollte, mit ihrem Dienstwagen in „Dringlichkeitsfällen“ die für die öffentlichen Verkehrsmittel reservierten Busspuren zu nutzen. Die Öffentlichkeit reagierte verwundert, Bandion-Ortner zog ihren Antrag wieder zurück.

Schmuggel-Vorwürfe gegen BZÖ-Huber

Gegen den vom orangen Parlamentsklub „freigestellten“ Tiroler BZÖ-Parteiobmann Gerhard Huber, sind neue Vorwürfe aufgetaucht. Laut dem Nachrichtenmagazin „profil“ wird er in einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft beschuldigt, seit Jahren in den Schmuggel von gefälschten Markenartikeln verwickelt zu sein, die er in Lagerhallen in Kärnten verwahren soll. Auch von großen Mengen getrockneter Essigsäure ist die Rede, die in Ländern wie der Türkei oder dem Iran zur Herstellung von Heroin benötigt wird.



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Im Brennpunkt

Faymann: Zurückhaltung bei Manager-Boni und Dividenden

Bundeskanzler und SPÖ-Parteivorsitzender Werner Faymann plädierte diese Woche für strengere Auflagen für Unternehmen und Banken, die in Zeiten der Krise staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Ebenso forderte Faymann das s.g. verbindliche Wandlungsrecht ein: Kommen in Not geratene Banken ihrer Zahlungsverpflichtung gegenüber der Republik nicht nach, tauscht der Staat das von ihm bereitgestellte Partizipationskapital gegen Stammaktien, um VertreterInnen in den Aufsichtsrat zu entsenden und ein Stimmrecht in der Hauptversammlung ausüben zu können. Damit sollen hohe Ausschüttungen an Manager (Boni) sowie Dividenden verhindert werden.

Faymann: In der Krise müsse alle ihren Beitrag leisten

Gegenüber der Tageszeitung "Der Standard" meint Faymann dazu: "Es ist für mich nicht denkbar, dass Unternehmen Krisenhilfe in Anspruch nehmen und dann hohe Dividenden oder Bonuszahlungen an Manager ausschütten – in der Krise müssen alle ihren Beitrag leisten, nicht nur der Staat alleine."

Auch für SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter ist es „undenkbar“, dass große Unternehmen Staatshaftungen in Anspruch nehmen und gleichzeitig hohe Boni- und Dividendenzahlungen an ihre Manager auszahlen.

Drei Kriterien für Manager-Bonuszahlungen

SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer wies in diesem Zusammenhang auf drei notwendige Kriterien für Manager-Bonuszahlungen hin:

  1. Nachhaltigkeit – Die Gewährung der Boni muss nachhaltigen Erfolgskriterien entsprechen und nicht kurzfristigen.
  2. Verhältnismäßigkeit – Die Managergehälter müssen was die Höhe betrifft in einem Leistungsverhältnis stehen und das Ausmaß der Bonuszahlungen muss in einem vernünftigen Verhältnis zu den Fixgehältern der Manager stehen.
  3. Rückzahlung – Wenn ein Unternehmenserfolg ausbleibt, müssen entsprechende Rückzahlungen von Boni und Dividenden vereinbart sein

Es wird genau darauf geachtet, wie Banken und Unternehmungen mit den gewährten Hilfen umgehen.

Reaktionen – Arbeiterkammer und Gewerkschaft

Arbeiterkammer (AK) und die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) begrüßten ebenfalls den Vorstoß von Bundeskanzler Werner Faymann. AK-Präsident Herbert Tumpel sprach sich dafür aus, dass Managern keine Boni ausbezahlt werden dürfen, so lange das Unternehmen staatliche Hilfe in Anspruch nimmt. Die wichtigste Auflage bei Staatshilfe muss Arbeitsplatzsicherheit im Unternehmen sein. FSG-Vorsitzender Wolfgang Katzian fordert ebenfalls Arbeitsplatz- und Standortgarantien ein.

Kurz gemeldet

Schulverwaltung: Schmied für breite Basis der Regierung

In Sachen Schulverwaltungs-Reform möchte Bildungsministerin Claudia Schmied den Herbst nutzen, um in ausführlichen Gesprächen und auf einer "breiten Basis der Regierung" Abstimmungen zwischen Bundesregierung und Ländern "ohne Emotionen und ohne Theaterdonner" zu finden.

Darabos: Null Toleranz für Wiederbetätigung

Verteidigungsminister Norbert Darabos zeigt Null-Toleranz bei Nazi-Umtrieben im Bundesheer: Wegen des Verdachts auf NS-Wiederbetätigung wurden sieben Soldaten aus dem Kosovo zurückgeholt und entlassen. Auf den Computern der Soldaten wurden u.a. Fotos gefunden, die sie beim Hitler-Gruß zeigen. Norbert Darabos hatte schon mehrfach klargestellt: "In der Frage der Wiederbetätigung gibt es keinen Diskussionsrahmen“.

Gesundheitsschutz: Stöger unterzeichnet Tranfettsäuren-Verordnung

Gesundheitsminister Alois Stöger hat heute eine Verordnung unterzeichnet, die strenge Grenzwerte für Transfette in Lebensmittel festlegt. Österreich hat damit in Europa eine Vorreiterrolle im Schutz vor ungesunden Lebensmitteln. Denn künstliche Transfettsäuren sind gefährliche Fette, die in Lebensmitteln keine notwendige Funktion haben und vor allem Herzkreislauf-Erkrankungen fördern. Die Begrenzung von Transfettsäuren in Lebensmitteln ist, so Stöger, "eine seit Jahren überfällige Maßnahme zum Gesundheitsschutz".

Sozialminister gegen Schwarzunternehmer

Eine Auftraggeberhaftung ab 1. September soll Unternehmer dazu bringen, die volle Sozialversicherung zu zahlen, so das Ziel von Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Jeder Auftraggeber ist ab dann für seine Subunternehmer verantwortlich, dass diese für ihre MitarbeiterInnen Sozialversicherung zahlen. Machen sie das nicht, muss der Auftraggeber mit bis zu 20 Prozent des Werklohns haften. Das soll jenen Unternehmern das Wasser abgraben, die mit Dumpinglöhnen ihre Konkurrenz und ArbeiterInnen unter Druck setzen.

Sanktionen gegen Österreich: Schieder sieht dringenden Handlungsbedarf

Nachdem Österreich dem Wunsch der internationalen Gemeinschaft, Bankdaten von ausländischen Steuerkriminellen mit anderen Staaten auszutauschen, noch immer nicht nachgekommen ist, also das Amtshilfedurchführungsgesetz mit der nötigen Zweidrittel-Mehrheit nicht beschließen konnte (Stichwort Bankgeheimnis), droht die Europäische Investitionsbank (EIB) mit scharfen Sanktionen. Sie will ab 31. März 2010 keine heimischen Banken an Projekten teilnehmen lassen. Finanzstaatssekretär Andreas Schieder und SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer sehen daher dringen Handlungsbedarf. Finanzminister Josef Pröll muss daher rasch handeln und die Opposition vom Amtshilfegesetz überzeugen.

Königsberger-Ludwig fordert Länder auf, Integrationskindergärten auszubauen

"Alle Kinder haben das Recht auf einen ihren Bedürfnissen angepassten Kindergartenplatz, dies gilt auch für behinderte Kinder“, erklärt SPÖ-Behindertensprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig. Um dieses Recht nutzen zu können, müssen auch ausreichend adäquate Betreuungseinrichtungen seitens der Länder zur Verfügung gestellt werden.

Kirchenaustritte: Immer weniger KatholikInnen

In Österreich bekennen sich nur noch zwei Drittel der Menschen zum Katholizismus, das liegt an den ausufernden Austrittszahlen: Letztes Jahr haben über 40.000 Menschen die Kirche verlassen.

Zahlen, Daten, Fakten

Aufsteigen trotz „Fleck“: Viele SchülerInnen nutzen die Chance

Rund 12.000 SchülerInnen können pro Jahr trotz "Nicht genügend" in die nächst höhere Klasse aufsteigen. Und viele davon nutzen diese Chance, denn nur jeder fünfte Schüler, der von der Aufstiegsklausel profitierte, musste die nächste Klasse wiederholen, während vier Fünftel die nächste Klasse schafften.

Pressestimmen

Bucher im "Sommergespräch": Liberale Langeweile

"Liberale Langeweile (…) BZÖ-Chef Josef Bucher wollte ein 'anderes Bild des Politikers' abgeben. Das Ergebnis war nett, aber nichts Neues."

(Eva Weissenberger, Kleine Zeitung, 19.8.)

Schulverwaltung: Statt in Bürokratie in Kinder investieren

"So wie bisher - mit einem im internationalen Vergleich teuren System, in dem zu viel in die Schulbürokratie und zu wenig in die Förderung der Kinder investiert wird – kann es nicht mehr weitergehen. Schmied mit dem Paket allein im Schulhof stehen zu lassen, ist von der ÖVP extrem kurzsichtig."

(Karl Ettinger, Die Presse, 20.8)

Absurde Ortstafeldiskussion in Kärnten

„Man muss sich erst gar nicht über die Einstellung von Verfahren wundern, allein das Faktum der Verhinderung von Mehrsprachigkeit ist blöd/silly/stupido/bête. In anderen Gegenden, etwa im Gebiet um Triest, sind Ortstafeln in allen dort gesprochenen Sprachen eine Selbstverständlichkeit. Bi- oder gar Multilingualismus zeichnet jedes Land aus. Vielleicht kunntat dos jemond dem Kärntna Londeshauptmonn erklärn.“

(Gert Korentschnig, Kurier, 20.8.)

Soziale Aufstiegschancen durch neue Mittelschule

„Zwar sei die Kinderarmut in Österreich vergleichsweise gering, dafür sind die sozialen Aufstiegschancen von Kindern aus unterprivilegierten Familien nur durchschnittlich. Was im Übrigen ein betörendes Argument für eine neue Mittelschule ist, das allerdings denen, die das schulische Zweiklassensystem mit Verve verteidigen, naturgemäß eher powidl ist. Armut schützt noch immer ziemlich gut vor Bildung.“

(Doris Knecht, Kurier, 20.8.)

Zitate

Rudas: Halte nichts von Wadlbeißerei

"Ich halte nichts von Wadlbeißerei, weil das die Politik unattraktiv macht."

(Laura Rudas, "News", 20.8.)

Heinisch-Hosek zum Wechsel von Postbeamten zur Polizei

„Ich stehe für professionelle, statt provisorische Lösungen. Es wird seit Juli mit Hochdruck verhandelt.“

(Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Die Presse, 19.8.)

Rudas zum politisch inakzeptablen Kurs der FPÖ

„Es liegt an den Mandataren der FPÖ selbst, den Schritt aus der politischen Ecke der Ewiggestrigen zu setzen. Solange die FPÖ jedoch weiter auf ihrem inakzeptablen Kurs beharrt, solange muss sie sich auch die Kritik der Sozialdemokratie gefallen lassen.“

(SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas, OTS, 19.8.)

Schieder über das Amtshilfegesetz

"Der Gesetzesentwurf ist aus zwei Gründen vernünftig: Erstens werden damit die Forderungen der OECD erfüllt und eine effiziente Bekämpfung gegen internationale Steuerhinterziehung ermöglicht. Gleichzeitig bleiben die kleinen österreichischen Sparer durch das Bankgeheimnis wie bisher geschützt."

(Finanzstaatssekretär Andreas Schieder, OTS, 20.8.)

Krainer: "Für alle zum Mitschreiben: …"

"Für alle noch einmal zum Mitschreiben: Das Bankgeheimnis ist nur für ausländische Steuerkriminelle aufgehoben. Für Steuerpflichtige gilt das Bankgeheimnis wie bisher."

(SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer, OTS, 20.8.)

Europa

EU Wettbewerbsbehörde gegen Kartelle: 9,5 Milliarden Euro Strafe

Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission deckten in den Jahren 2005 bis 2007 Kartelle auf, die 7,6 Milliarden Euro Schaden verursacht hatten. Sie verhängten 9,5 Milliarden Euro Strafe, die direkt in die Unionskasse fließen und die Beiträge der Mitgliedsländer reduzieren. Im Zeitraum von 2000 bis 2004 waren „nur“ Strafen in Höhe von insgesamt 3,7 Milliarden verhängt worden. Die Behörde fürchtet auch nicht den Konflikt mit den größten Konzernen der Welt: Hoffmann-LaRoche, Siemens, das US-Softwareimperium Microsoft sowie ThyssenKrupp wurden unter anderem verurteilt.

Karas: „Lasse mich nicht von meiner Partei fesseln“

Die Finanzierung des Bürgerforums von ÖVP-Dissident Otmar Karas ist nach wie vor offen, er hofft auf Förderungen von Bund und EU. Obwohl ÖVP-Chef Pröll dem Vorzugsstimmenwahlkämpfer ein Büro in der Parteiakademie für dieses Projekt angeboten hatte, hat Karas dieses Angebot ausgeschlagen. Er will „unabhängiger sein und den politischen Diskurs beleben“. Außerdem hat er die Forderung erhoben, dass an Feiertagen künftig EU-Fahnen statt Österreich-Fahnen wehen sollen. Die Reaktion der ÖVP wird mit Spannung erwartet.

ÖVP, FPÖ, BZÖ, die Grünen, Liste Fritz,...

Strache sieht sich als Deutscher

Einer Meldung des Nachrichtenmagazins „NEWS“ zu Folge zeigte sich der FPÖ-Chef bei einem Burschenschafterfest sehr erfreut über die vielen Waffenstudenten im Parlament. Strache erklärte außerdem, er werde sich immer zum deutschen Volk bekennen, so das Magazin „Fleisch“.

Buchers liberale Linie stößt im BZÖ auf wenig Begeisterung

Der von BZÖ-Obmann Josef Bucher propagierte liberale Grundtenor des BZÖ hat sich in der Partei noch nicht ganz durchgesetzt. Im „Kurier“ nach seiner Reaktion auf eine etwaige Zustimmung des BZÖ zur Homo-Ehe gefragt, antwortete BZÖ-Vize-Klubchef Stadler: „Dann muss ich von meinem Recht als freier Abgeordneter Gebrauch machen, in einer Gewissensfrage eine abweichende Haltung zu haben.“ Auch Kärntens BZÖ-Chef Uwe Scheuch zeigt sich wenig angetan von Buchers liberalem Weg: „Wir brauchen in manchen Bereichen eine härtere Ausrichtung. (…) Kärnten geht den eigenen Weg, der sich in vielen Bereichen deckt, in manchen nicht.“

Bundespräsidentenwahl – Von ÖVP "schon verbockt"?

In der ÖVP tobt ein heftiger Streit um die Präsidentenwahl. Während die westlichen Bundesländer Tirol und Vorarlberg auf einen eigenen Kandidaten verzichten wollen, wünschen sich Oberösterreich und Niederösterreich einen eigenen – bevorzugt in der Gestalt von Erwin Pröll. Josef Pröll wünscht sich inzwischen zwar einen eigenen VP-Kandidaten, will aber nicht seinen Onkel ins Rennen um die Hofburg schicken. Und der steirische ÖVP-Chef Schützenhöfer ließ wissen, dass die ÖVP seiner Meinung nach die Bundespräsidentenwahl "eigentlich schon verbockt" hat.

BZÖ erheitert Vorarlberg mit alten Plakaten

Das BZÖ betreibt momentan Plakatrecycling der besonderen Art in Vorarlberg. Dort nämlich stellte das BZÖ für die kommenden Landtagswahlen im Ländle die alten Plakatständer aus dem Kärnten-Wahlkampf auf: Seitdem lesen die staunenden VorarlbergerInnen den Slogan "Wir passen auf dein Kärnten auf. Garantiert".



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Sehr geehrte Damen und Herren!

Heute fand eine weitere Runde unter der Leitung von LH Niessl zur Theamtik „Gratiskindergärten" im Burgenland statt. Anwesend waren Vertreter des GVV, Gemeindebund, Städtebund, Land.

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